Donnerstag, 14.12.2017 06:57 Uhr

AIACE, Pulse of Europe und ein Nobelpreisträger

Verantwortlicher Autor: Gerhard Rippert Heidelberg, 05.09.2017, 22:19 Uhr
Presse-Ressort von: Gerhard Rippert, Brüssel (BEL)-Bamberg (DEU) Bericht 5848x gelesen
Unterstützung für Pulse of Europe in Heidelberg
Unterstützung für Pulse of Europe in Heidelberg  Bild: Gerhard Rippert

Heidelberg [ENA] Zu ihrer Jahrestagung 2017 hatte die deutsche Sektion der internationalen Vereinigung der ehemaligen EU-Bediensteten AIACE ihre Mitglieder nach Heidelberg eingeladen. Neben der satzungsgemäßen Mitgliedsversammlung gab es für die Teilnehmer während drei Tagen ein anspruchsvolles Rahmenprogramm.

Auf der Mitgliederversammlung gemäß der Satzung der AIACE - Deutsche Sektion wurde neben den üblichen Programmpunkten dieses Jahr die Wahl des Vorstands durchgeführt. Der Präsident Hendrik Fehr und andere Mitglieder des Vorstands bleiben weiterhin bis 2020 im Amt, ebenso wurden neue Kandidaten und Kandidatinnen in das Gremium gewählt. Die rege Beteiligung zu allen Themen der Jahreshauptversammlung zeigt, wie wichtig den "EU-Ruheständlern" die Beziehung zu den EU-Institutionen und deren aktive Ausgestaltung ist.

Heidelberg - Großer Rathaussaal
Heidelberg - Schloss vom Marktplatz
AIACE Präsident begrüßt MdEP

Europäische Union - engagierte Politiker und junge Bürger

Wie wichtig Europa, d.h. die Europäische Union für die Wissenschaftsstadt Heidelberg mit ihrer Internationalität ist, beschrieb Oberbürgermeister Prof. Würzner, der die ehemaligen EU-Mitarbeiter im Rathaus zu einem Empfang eingeladen hatte. Bei einer Podiumsdiskussion am Nachmittag konnten die AIACE-Mitglieder mit Maria Heubuch und Michael Theurer zwei Abgeordnete des Europäischen Parlaments begrüßen. In dem Meinungsaustausch mit den erfahrenen Europapolitikern ging es freilich nicht nur um den Brexit, sondern vielmehr darum, dass aus den aktuellen Multikrisen in Europa und der Welt inzwischen eine Chance für eine enger verbundene Europäische Union entstanden ist.

Um ein deutliches Zeichen für den Erhalt und für die Weiterentwicklung der Europäischen Union zu setzen hat sich vor einigen Monaten in Heidelberg eine Gruppe von Studierenden der Bewegung "Pulse of Europe" angeschlossen. Die deutsche Sektion der AIACE würdigte das Engagement und das Handeln der jungen Menschen - nicht nur in ihrer Stadt, sondern auch in anderen Ländern - mit der Überreichung eines Spendenschecks.

Ein ganz besonderes Highlight war ohne Zweifel der Vortrag des Nobelpreisträgers Prof. Dr. Harald zur Hausen. In bemerkenswert verständlicher Sprache erläuterte der Krebsforscher und Virologe dem Auditorium seine jahrzehntelangen Studien, erklärte die Zusammenhänge beim Entstehen von Tumoren und welche Maßnahmen zur Prävention es denn gibt. Professor zur Hausen machte deutlich, dass die Wirksamkeit der Prävention sich freilich erst in langen Zeiträumen entfalten kann, wobei er aus den Erkenntnissen seiner Forschungsarbeit der Impfung eine zunehmende Bedeutung beimisst.

Stadtrundgang Heidelberg und Tagesausflug Schwetzingen

Gerne nahmen die Teilnehmer am AIACE-Jahrestreffen auch das Angebot zu Besichtigungen an. Die kulturelle Bedeutung der von Bildung und Forschung geprägten Stadt Heidelberg ist freilich weitgehendst bekannt, trotzdem gab es bei Stadtführung und Schlossbesichtigung dann doch wieder Wissenswertes zu erfahren. Beim Ausflug nach Schwetzingen konnte ein Meisterwerk der europäischen Gartenkultur bewundert werden. Die Sommerresidenz der kurpfälzischen Fürsten im 18. Jhdt. ist nämlich in ihrer ganzen Vielfalt noch immer im Originalzustand erhalten.

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